Als der Braunhäuser Tunnel verschwand – Eisenbahngeschichte zwischen Bebra und Sontra

Dauerausstellung Bahnhof Bebra, Industriedenkmal Bahnhof Bebra, Eingang auf Bahnsteig 3, Bahnhofstraße 23, 36179 Bebra

Wo heute Züge durch einen tiefen Geländeeinschnitt fahren, führte die Eisenbahn einst durch einen Tunnel. Doch warum musste der Braunhäuser Tunnel verschwinden? Und was geschah, als ein gewaltiger Erdrutsch die wichtige Nord-Süd-Verbindung lahmlegte?

Bei seinem Diavortrag nimmt euch Karl Mohr mit auf eine spannende Zeitreise durch die Eisenbahngeschichte zwischen Bebra und Sontra. Anhand historischer Fotografien erzählt der Ehrenvorsitzende des Freizeitvereins Braunhausen von der Entstehung der Bahnstrecke, ihrer Bedeutung für die Region und einem außergewöhnlichen Bauprojekt, das Anfang der 1960er-Jahre für großes Aufsehen sorgte.

Bereits 1875 wurde die Eisenbahnstrecke zwischen Bebra und Friedland eröffnet. Mit ihr entstanden zahlreiche Brücken und Tunnel, darunter auch der Braunhäuser Tunnel. Über Jahrzehnte rollten hier Personen- und Güterzüge durch die Landschaft. Die Eisenbahn schuf Arbeitsplätze, verband Ortschaften und entwickelte sich zu einer wichtigen Lebensader der Region.

Als die Deutsche Bundesbahn Anfang der 1960er-Jahre die Elektrifizierung der Strecke plante, stand sie vor einer besonderen Herausforderung: Der Braunhäuser Tunnel war zu eng für die Installation der Oberleitung. Die Entscheidung fiel auf einen aufwendigen Umbau, bei dem der Tunnel durch einen tiefen Geländeeinschnitt ersetzt werden sollte. Rund 550.000 Kubikmeter Erde und Gestein mussten dafür bewegt werden.

Besonders dramatisch wurde es am 18. Mai 1962: Eine Böschung geriet ins Rutschen. Rund 50.000 Kubikmeter Erdreich verschütteten die Gleise und unterbrachen den Zugverkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Strecke. Das Ereignis sorgte bundesweit für Schlagzeilen.

Mit eindrucksvollen historischen Aufnahmen lässt Karl Mohr diese bewegte Zeit wieder lebendig werden. Ihr erfahrt, welche technischen Herausforderungen die Bauarbeiten mit sich brachten, wie die Menschen vor Ort die Veränderungen erlebten und welche Spuren die Eisenbahn bis heute hinterlassen hat.



Verantwortliche
Organisation: Regionalmanagement Nordhessen GmbH | E-Mail: urlaub@grimmheimat.de | Web: https://www.grimmheimat.de/

Veranstalter: Bahnhof Bebra - Dauerausstellung | Adresse: Bahnhofstraße 23 | Ort: 36179 Bebra

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